Wilschenbruch und der Wald
Das Wohngebiet der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch verdankt seinen Namen dem direkt angrenzenden Wald. Zur Nutzung dieses weitläufigen Geländes bietet ein pädagogischer Mitarbeiter die Waldgruppe an. Hierzu nimmt er drei Mal am Tag eine flexible Anzahl von Kindern mit ins Grüne, wobei die Gruppen nach dem Alter gestaffelt sind. Am Vormittag gehen die Jüngsten, nach dem Mittagessen die Mittleren und am Nachmittag auch die älteren Schulkinder mit. Auf diese Weise ist ein altersgerechtes Gestalten des Aufenthaltes im Wald möglich.Durch die Regelmäßigkeit bekommen die Kinder schon früh einen umfassenden Eindruck der waldspezifischen Bedeutsamkeiten. Sie lernen Pflanzen und Tiere unterschiedlicher Waldabschnitte kennen, nehmen die Veränderungen durch die Jahreszeiten wahr und überführen dies in einen bewussten Umgang mit der Natur. Über die Zeit wird der Wald ein geschätztes Umfeld. Beliebte Ziele sind zum Beispiel der verwilderte ‚Schweinewald’, der als ‚Hexenwald’ bekannte Abschnitt voller Tannenbäume oder der ‚Katzenstein’, von dem aus ein schöner Blick über die fließende Ilmenau möglich ist. Hier lebt auch der vom pädagogischen Betreuer über die Jahre gezähmte Vogel ‚Pieper’, ein Rotkehlchen, das Futter von der Hand pickt. Neben dem Rennen, Kraxeln oder Verstecken spielen, bedeutet für die Kinder der Aufenthalt oftmals auch Entspannung. In der Ruhe des Waldes können sie ihre Seele baumeln lassen und eine Handvoll Obst in frischer Waldluft unter den faszinierend hohen Baumwipfeln genießen. Die Kombination aus Bewegung und Beruhigung macht den Wald zu einem optimalen Aufenthaltsort und einem wichtigen Ausgleich zur Einrichtungsstruktur.
Die TG Wilschenbruch und die Jugendhilfe Lüneburg ist Mitglied der